Kindern den Handball näherbringen

Quelle: Jeversches Wochenblatt

Es wird gedribbelt, es wird gerangelt, es wird gepasst. Und was ganz wichtig beim Handball ist: „Das Prellen nicht vergessen! Ihr dürft nur drei Schritte machen. Karl-Heinz Schwarzenberg der, HG Jever/Schorens steht in der Sporthalle der Grundschule Heidmühle und beobachtet die Schüler der vierten Klasse, wie Sie Handball spielen. Die ganze Woche über gehen Schwarzenberger und weitere Vereinsmitglieder an verschiedene Schulen und versuchen, Kindern den Handballsport näherzubringen.

„Bisher haben wir circa 190 Kinder erreicht. Es Sind auch erstaunlich viele Talente dabei“, sagt Schwarzenberger. Zunächst wärmen Sich die Kinder auf, üben Werfen und Fangen. Anschließend absolvieren sie fünf Stationen, um den „Handlballpass“ des Deutschen Handballbundes/(DHB) zu bekommen. Die Stationen bestehen aus Werfen und Fangen, Koordinations- und Schnelligkeitsübungen, Ziel werfen und letztlich dem Prellen. Normalerweise organisiert die HG Handballturniere an den Schulen, aufgrund der Corona-Pandemie sind es nun einzelne Aktionstage geworden.

Von Vorteil ist es, angesichts der begrenzten Zeit, dass viele Schüler schon Vorerfahrungen haben. Imke Gerdes, Sportlehrerin an der Grundschule Heidmühle, hat Handball nämlich bereits in den vierten Klassen unterrichtet. Allerdings sind laut Sportlehrerin Claudia Habben auch einige Kinder dabei, denen man anmerke, dass ihnen der Sport während der Pandemie gefehlt habe. „Im Sport sind sie aber immer motiviert. Bewegung bringt immer Freude“ sagt Habben. Wieder mehr Bewegung zu haben, sei sehr wichtig für die Kinder, auch nach der langen Zwangspause.

Doch die Leidtragenden der Pandemie waren auch die Sportvereine. Aufgrund der Beschränkungen fielen nicht Trainingsstunden und Punktspiele aus, den Vereinen mangelte es auch an Zulauf. „Darum geht es an diesen Aktionstagen auch, dass wir neue Mitglieder für die Jugendmannschaften gewinnen können”, sagt Karl-Heinz Schwarzenberger. Zum Teil habe dies schon geklappt, die weibliche D-Jugend hat einen Zuwachs von 20 Kindern. Zudem konnte vor Kurzem eine Zwergengruppe (Alter drei bis fünf Jahre) mit 23 Kindern eröffnet werden.

Die Grundschule Heidmühle veranstaltet als sportfreundliche Schule regelmäßig Aktionstage, kürzlich gab es je einen Tag mit Judo und Seilspringen. Claudia Habben und Imke Gerdes machen mit den Kindern zudem Ausflüge zum Wasserskifahren oder Eislaufen. „Das machen wir, damit jeder Schüler die Sportart finden kann, die ihm gefällt“, sagt Habben.

Quelle: Jeversches Wochenblatt (Bild und Bericht)

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